Efeu

Stiftung zur Erhaltung  von Gärten 

Die Stiftung setzt sich für die Erhaltung historischer Gärten und wertvoller Parks ein und betreibt dazu Öffentlichkeitsarbeit. Sie bietet sowohl privaten Besitzern, interessierten Vereinigungen als auch Behörden fachkundige Beratung an. Die Stiftung, die gesamtschweizerisch tätig ist, berät bei Gartenrestaurierungen sowie bei der Pflege alter Anlagen.

Wozu eine Stiftung zur Erhaltung von Gärten?

Wird von erhaltungswürdigen Gärten, Parks oder Grünanlagen gesprochen, so denken die wenigsten Zuhörer an Beispiele aus der Schweiz, sondern an Parkanlagen, die sie in Italien gesehen haben, an die grossen Schlossgärten in Wien, an Versailles oder an die berühmten englischen Landschaftsgärten. Doch wer näher hinschaut merkt bald, dass auch mancher Garten oder Park in der Schweiz hohen Wert hat. Zudem prägt das Grün das Bild vieler Städte und Dörfer und hat für die Lebensqualität eine grosse Bedeutung. Trotzdem fallen selbst wertvolle Gärten und Parks oft Projekten für Renditenbauten oder Verkehrsanlagen zum Opfer, weil die Umwohner von den drohenden Verlusten erst zu spät Kenntnis erhalten oder weil sich die Planer nicht die Mühe nehmen, nach anderen Lösungen für ein Problem zu suchen, als einfach den grünen Freiraum zu bebauen.

Ein alter Vorgarten trägt viel zum Erscheinungsbild eines Hauses bei. Die Strassen der im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert geplanten Quartiere waren ursprünglich von viel Grün umgeben. Viele der einstigen Vorgärten sind aber restlos beseitigt worden oder machen wegen mangelnder Pflege einen vernachlässigten Eindruck.

Ein alter Vorgarten trägt  viel zum Erscheinungsbild eines  Hauses bei. Die Strassen der im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert geplanten Quartiere waren ursprünglich  von viel Grün umgeben. Viele der einstigen Vorgärten sind aber restlos beseitigt worden oder machen wegen mangelnder Pflege einen vernachlässigten Eindruck.

Neben den zentralen Institutionen «Denkmalpflege» und «Heimatschutz» sowie den zahlreichen Organisationen zur Erhaltung von einzelnen Gärten und Parkanlagen sieht sich die Stiftung zur Erhaltung von Gräten als wichtiges Organ zur Rettung unterschiedlichster Grünanlagen – unabhängig von deren Alter, Grösse und Lage.

Material und Farbe von Gartenwegen und Terrassen prägen das Erscheinungsbild einer historischen Anlage entscheidend mit. Es gibt aber kaum Studien zu diesem Thema und manch bescheidener Belag wird ohne Bedenken beseitigt, obwohl es nicht einmal kostspielig wäre, ihn instand zu setzen.

Material und Farbe von Gartenwegen und Terrassen prägen das Erscheinungsbild einer historischen Anlage entscheidend mit. Es gibt aber kaum Studien zu diesem Thema und manch bescheidener Belag wird ohne Bedenken beseitigt, obwohl es nicht einmal kostspielig wäre, ihn instand zu setzen.

Schenkungen und Servitute

Die Stiftung möchte auch denjenigen Gartenbesitzern helfen, die ihr kleines oder grosses grünes Reich noch erhalten und gepflegt wissen möchten, wenn sie selbst nicht mehr dafür sorgen können. Eine Möglichkeit ist, den Garten der Stiftung – mit oder ohne Gebäude – zu schenken oder testamentarisch zu vermachen. Man kann aber auch zum Schutz eines Gartens lediglich ein entsprechendes Servitut zu Gunsten der Stiftung im Grundbuch eintragen lassen. Dieses Servitut lässt sich, falls gewünscht, auf ein Teilareal, zum Beispiel auf einen Vorgarten oder auf ein wertvolles Element begrenzen. In jedem Fall klärt der Stiftungsrat zunächst ab, ob die langfristige Erhaltung wirklich gesichert werden kann.

Es gibt viele alte Gartenpflanzen, wie zum Beispiel die Pimpinellrosen. Allein schon wegen ihrer Robustheit lohnt es sich, sie kennenzulernen und anzubauen.

Es gibt viele alte Gartenpflanzen, wie zum Beispiel die Pimpinellrosen. Allein schon wegen ihrer Robustheit lohnt es sich, sie kennenzulernen und anzubauen.

Wissenschaftliche Erforschung und Qualitätssicherung

Die kulturhistorische Bedeutung einer Anlage kann ohne vertiefte Studien meist nicht richtig eingeschätzt werden. Die Gefahr ist gross, dass Restaurierungen ohne hinreichende Kenntnis der originalen Struktur, der Bepflanzung und der architektonischen Elemente vorgenommen werden, welche die Schönheit und den besonderen Charakter ausmachten. Die Stiftung zur Erhaltung von Gärten bietet deshalb auch an, wissenschaftliche, gartenhistorische Untersuchung zu übernehmen oder zu begleiten und Gutachten auszuarbeiten.

Felspartien und Grottenanlagen gehörten zu beliebten Gestaltungselementen der Gärten des späten 19. Jahrhunderts.

Felspartien und Grottenanlagen gehörten zu beliebten Gestaltungselementen der Gärten des späten 19. Jahrhunderts. Sie standen oft mit kleinen Teichen oder Wasserbecken  in Verbindung, was eine üppige und vielseitige Pflanzenwahl ermöglichte. Die Pflege der Pflanzen sowie der Wasseranlagen erforderte aber viel Aufmerksamkeit, weshalb sie oft aufgegeben oder gar abgetragen wurden. Der  Verlust eines  artenreichen Gartenreviers trifft immer auch die Vögel und Insekten.

Die richtigen Massnahmen zur richtigen Zeit

Wenn Grünanlagen nicht mehr korrekt unterhalten werden, verwildern sie bald. Eine Instandsetzung ist dann meistens zeitaufwändig und schwierig. Ziel der Stiftung zur Erhaltung von Gärten ist es, Massnahmen einzuleiten, bevor Verwilderung eintritt und Mauern, Gartenhäuschen, Bänke und andere Ausstattungselemente, die viel zum Ambiente eines Gartens beitragen, zerfallen.

Die Gartenwege sind begrast, die Aussicht zugewachsen – in diesem Zustand kommt auch das aus früherer Zeit beibehaltene Wasserbecken nicht richtig zu Geltung. Die Anlage hinterlässt bei den Besuchern keine ungetrübt freudige Stimmung.

Die Gartenwege sind begrast, die Aussicht zugewachsen – in diesem Zustand kommt auch das aus früherer Zeit beibehaltene Wasserbecken nicht richtig zu Geltung. Die Anlage hinterlässt bei den Besuchern keine ungetrübt  freudige Stimmung.

Die Stiftung als Anlaufstelle für Beratung

Bei allen Gärten und Parkanlagen stellt sich die Frage, ob die richtige Pflege und der nötige Unterhalt längerfristig gesichert sind. Was zum Beispiel passiert beim Verkauf einer Immobilie? Sind die neuen Eigentümer dann auch noch begeisterte Gartenfreunde? Wenn ja, ist das notwendige Wissen zur Erhaltung einer traditionellen Gartenanlage vorhanden?

Diese Fragen zeigen auf, dass die Erhaltung und die Pflege einer Grünanlage von vielen Faktoren abhängig sind. Die Stiftung zur Erhaltung von Gärten sieht sich deshalb als Anlaufstelle, wenn es darum geht, fachliches Wissen zu vermitteln und Probleme der nachhaltigen Pflege zu lösen.